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Freundschaftsspiele 1965-2006Überblick Freundschaftsspiele CH-Teams - Dukla
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Dukla Jihlava – die Geschichte des Traditionsvereins

Nenne mir eine tschechische Eishockeymannschaft! Noch heute, hat diese Frage wohl denselben Effekt wie vor 20 Jahren. Die meisten Antworten sind eindeutig: Dukla Jihlava und Sparta Prag.....dies obwohl Dukla seit 1991 international mehr oder weniger von der Bühne verschwunden ist. Folgendes ist zu erklären: Dukla Jihlava wurde 1956 nach einer Reorganisation in der damaligen CSSR (Tschechoslowakische Sozialistische Republik) gegründet. Die Mannschaft sollte eigentlich in Olomouc spielen, da aber in Jihlava bereits ein Eisstadion vorhanden war zügelte man den Verein dorthin. Dukla begann mit unerfahrenen, jungen Spielern und kämpfte sich laufend eine Stufe höher. Jaroslav Pittner war damals Trainer der Mannschaft. Auch er dachte wohl kaum, dass er die nächsten 20 Jahre seines Lebens hinter der Bande dieses Armeevereins verbringen wird.

Sportliche Reorganisation der ehem. ČSSR

Armeeverein? Die bereits angesprochene Reorganisation schrieb vor, dass jeder Eishockeyspieler mindestens ein Jahr (meistens zwei) die obligatorische Wehrpflicht in einem Armeesportverein leisten musste. Diese Armeeteams wurden DUKLA oder VTJ (Vojenská tělovýchovná jednota) genannt. DUKLA ist ein Dorf in Polen – damit man aber dorthin kommt, musste man von der Tschechoslowakei aus über den gefürchteten Dukla-Pass fahren und dort kämpfte im zweiten Weltkrieg die rote Armee und tschechoslowakische Soldaten gegen Hitlers Nazi-Deutschland. In den 50er Jahren war die Tschechoslowakei einem starken kommunistischen Regime unterworfen und alles was gut tönen sollte wurde mit kommunistischen Namen respektive mit allem was mit den Brüdern aus der Sowjetunion in Verbindung gebracht werden konnte, betitelt. So also entstanden die Armeeklubs. Es gab eine ganze Reihe davon. Eishockey, Fussball, Leichtathletik es gab kein Sport wo der Name DUKLA nicht auftauchte.

Saison 1957/1958Logo 60er bis 80er JahreDukla 1959/1960

60er und 70er Jahre - 7 Meistertitel

Kehren wir zu Dukla Jihlava zurück: Die Mannschaft feierte den ersten Meistertitel im Jahre 1967 und den verteidigte sie bis 1972 immer erfolgreich. In dieser Zeit reiste Dukla jeweils auch zu uns in die Schweiz an den Spengler Cup und gewann diesen auch 1965, 1966 und 1968. Wer kennt Spieler wie die Gebrüder Jiri und Jaroslav Holík, Verteidiger Jan Suchý, Stürmer Jan Klapác, Josef Augusta und Jan Hrbatý aus dieser Zeit nicht? In dieser Zeit wuchsen in Jihlava grosse Talente heran – klar wurde die Mannschaft auch mit Stars (welche eben den Armeedienst leisten mussten) anderer Klubs besetzt. Konkurrenz gab’s damals nur von Sparta Prag oder vielleicht noch von Slovan Bratislava und ZKL Brno. In den 70er Jahren wurde Dukla noch 1974 Meister und gewann den Spengler Cup erneut im Jahre 1978.

Dukla 1961Saison 1966/1967Saison 1973/1974Saison 1975/1976

80er Jahre – 4 Meistertitel

Zu einer grossen Überlegenheit des Vereins kam es anfangs der 80er Jahre: Dukla hatte keine Konkurrenz mehr - die Meistertitel der Jahre 1982, 1983, 1984 und 1985 bestätigten dies. Spieler wie Válek, Rosol, Kames, Klíma waren Nobodys und wuchsen sukzessive zu Leistungsträgern für Dukla und für die Nationalmannschaft heran. Zu erwähnen gilt es hier auch die Herren Petr Vlk und Libor Dolana, welche auch in der Schweiz beim SC Herisau spielten. In den 80er Jahren wurden in Jihlava grosse Talente entdeckt: Verteidiger Jaroslav Benák und Radoslav Svoboda, Eduard Uvíra, Milan Chalupa und Bedrich Scerban – alle spielten später in der tschechoslowakischen Nationalmannschaft. Im Sturm liessen es die oben erwähnten Nobodys krachen, ein gewisser Jiri Lála von Ceské Budejovice für 2 Jahre zu Dukla abkommandiert sollte Torschützenkönig werden. 1982 gewann Dukla zum fünften Mal den Spengler Cup in Davos und war insgesamt auch siebenmal Finalist des Eishockey-Europacups. Ende der 80er Jahren wurden die Playoffs wieder eingeführt und Dukla unterlag in den Jahren 1986 und 1987 jeweils im 5. Spiel gegen Kosice resp. Pardubice äusserst knapp. Der letzte Meistertitel geht ins Jahr 1991 zurück. Mittlerweile war das kommunistische Regime zusammengebrochen und die Marktwirtschaft sprich Kapitalismus fand in der damaligen CSFR (Tschechische- und Slowakische Föderative Republik) einzug.

Saison 1984/1985Meister 1984 Saison 1987/1988Saison 1988/1989

Die 90er Jahre und der Abstieg

Genau diese politischen Änderungen in der Tschechischen Republik veränderten auch die Mannschaft. Ab 1992 begann eigentlich eine Talfahrt und Dukla erholte sich nur sporadisch. 1993 wurde die Tschechoslowakei in Tschechien und Slowakei aufgeteilt und die slowakischen Teams mussten durch tschechische ersetzt werden. Schon 1993/1994 spielte Dukla den ersten Abstiegsplayout gegen Hradec Králové welcher gewonnen wurde. 1994/1995 lag Jihlava auf dem 12. und letzten Platz - nur die Aufstockung auf 14 Mannschaften rettete das Team vor dem Abstieg. 1996 erreichte Dukla die Playoffs und wurde 8. Endstation war der Viertelfinal. 1997 wiederum Abstiegsplayout gegen Kralupy nad Vltavou, auch hier resultierte diskussionsloser Sieg. Ein Jahr später verpasste die Mannschaft den Playoff um einen einzigen Punkt. 1998 traf dann ein, was sich lange zuvor abzeichnete: Dukla Jihlava stieg das erste Mal in der Klubgeschichte nach einem dramatischen Playout über 7 Spiele gegen Znojmo in die zweithöchste Division ab. Die ewigen Geldsorgen nahmen stetig zu und immer mehr eigene Junioren mussten verkauft werden und die Mannschaft wurde kontinuierlich geschwächt.

Letzter Meistertitel 1991Logo 1993-1996Logo ab 1998Saison 1994/1995

1. Liga und Wiederaufstieg

Erstaunlicherweise erholte sich die Mannschaft nach dem Abstieg ziemlich schnell und spielte 1999 bereits wieder im Aufstiegsplayoff gegen den HC Vítkovice (ein anderer Spengler-Cup Teilnehmer). Die Serie ging jedoch verloren und ein weitere Saison in der 1. Liga folgte. Ein Jahr später waren die ambitionierten und gut betuchten Weissen Tiger aus Liberec im Halbfinale Endstation. 2002 waren es wieder die Tiger die Dukla im Finale um den Aufstieg besiegten. 2003 scheiterte Dukla Jihlava an einem anderen ehemaligen Serienmeister: Poldi Kladno. 2004 endlich schlug Jihlava in einem denkwürdigen Aufstiegsplayoff den Letzten der Extraliga. Ceské Budejovice mit etlichen Stars wurde mit 4:0 Siegen in die 1. Liga geschickt. Eine gute Mischung aus jungen, hungrigen Spielern sorgten für ausverkaufte Spiele im Horácký zimní stadion.

Aufstieg 2004Zu Hause im Horácký Stadion...Goal !! Dukla führt....

NHL-Lockout Extraliga 2004/2005 und die Konsequenzen

Dukla Jihlava spielte also wieder in der Extraliga. Manche freuten sich darüber, manche wünschten Dukla ins Pfefferland. 13 Extraliga-Teams starteten alle gespickt mit NHL-Lockout Stars, Sparta Prag sogar mit 8 Spielern. Dukla Jihlava fand keinen Sponsor der eigene Spieler zurück nach Jihlava brachten und das Debakel nahm seinen Anfang. Die junge unerfahrene Mannschaft war überfordert und kam über den letzten Platz nicht heraus. Im Eröffnungsspiel wurden zwar die Stars aus Litvínov geschlagen aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Im Abstiegsplayout kams zur grossen Revanche gegen den HC Ceské Budejovice. Diese Mannschaft verstärkt mit den NHL-Spieler Václav Prospal, Goalie Roman Turek und Stürmer Radek Dvorák liessen Dukla keine Chance und gewannen die Serie mit 4:1 Siegen. Somit spielt Dukla Jihlava wieder in der 1. Liga und sieht sich vor gewaltigen Problemen welche gelöst werden müssen:
Das Eisstadion muss dringend renoviert werden, wichtige Entscheide wurden diesbezüglich bereits getroffen. Die Juniorenmannschaften müssen den Sprung in die Extraliga schaffen und nicht zuletzt müsste ein Hauptsponsor, welcher Dukla langfristig unterstützt gefunden werden. Keine leichte Aufgabe, die Region strotzt nicht vor gerade von Millionären....

Dukla - Slavia 6:2Iglauer IgelJihlava - České Budějovice 5:1







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